Freitag, 25. August

Janneke van der Putten - Directed to the Sun

Vocal Performances / Audio-Visuelle Installation Q18

Eröffnung: Freitag 25. August 2017, 19.30 Uhr
Begrüßung: Jari Ortwig und Georg Dietzler (Kuratoren der Ausstellung)
Performance: Janneke van der Putten, 20.00 Uhr

Finissage: Freitag, 22. September 2017, 19.30 Uhr
Performance: Janneke van der Putten & Workshop-TeilnehmerInnen, 20.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 26. August - 22. September 2017
Öffnungszeiten: Donnerstag, 17.00-20.00 Uhr, Sonntag, 14.00-17.00 Uhr, und nach Vereinbarung 

„Directed to the Sun“ ist eine Stimm-Performance und audio-visuelle Installation der niederländischen Künstlerin und Vokalistin Janneke van der Putten. Die Arbeit entstand 2015 und wird in Köln als „work in progress“ performativ und trialogisch mit den beiden Kuratoren Jari Ortwig und Georg Dietzler weiterentwickelt.

In dem Projekt von 2015 untersuchte van der Putten, wie sich menschliche Rituale auf bestimmte Standorte und Momente kosmologischer Phänomene beziehen und wie sich diese klanglich manifestieren können, so z.B. die Sonnenwende, die Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Die Sonnenwende kennzeichnet einen Wendepunkt, nämlich wenn die Zeit ihre Richtung ändert und die Tage kürzer oder länger werden. Zur Sonnenwende des 21. Dezember 2014 reiste die Künstlerin zur Chanquillo Sonnenuhr in die Casma Wüste im Norden von Lima, Peru. Gemeinsam mit dem Kollektiv Aloardi (Gabriel Castillo, Chrs Galarreta & Gisella Lopez) wurden der Wind der Wüstenlandschaft mit Textilobjekten und der Singstimme van der Puttens in Einklang gebracht. Im Rahmen eines Workshops "Voice and Space" fand die Performance an der Küste von Lima zusammen mit den Teilnehmern ihre Fortführung.

„Ich sehe meine Interventionen als Teil der Landschaft, woran die gesamte Umgebung und ihre Kontexte beteiligt sind.“ - Janneke van der Putten

„Janneke van der Putten – Directed to the Sun“ ist die dritte Ausstellung der Gesamtreihe „Performance, Kollaboration, Prozess“ die von Jari Ortwig, Kuratorin Q18, und Gastkurator Georg Dietzler, Kurator für Klangkunst und experimentelle Musikprojekte, zusammen mit der Künstlerin weiterentwickelt wird. Gemeinsam mit den Teilnehmern eines zusätzlich am 22. September vor der Finissage stattfindenden Workshops in Köln (gesonderte Ausschreibung folgt) wird eine Performance zur Finissage entwickelt.

„Directed to the Sun“ entstand 2015 in Rahmen der Residenz Aloardi und Tupac, gefördert von Mondriaan Fund und hatte ihren Auftakt im Rahmen der Soloausstellung „All Begins With A“ bei TENT in Rotterdam.

Seit über zehn Jahren ist die eigene Stimme für Janneke van der Putten wesentliches Medium ihrer Interaktionen mit Landschaft, Raum und Kontexten, in Verbindung mit z.B. Naturphänomenen, Mythologien, Zyklen und Zeit. Van der Puttens Arbeit unterscheidet sich oft von rein auditiven Performances durch visuelle Aspekte. Dokumentarische Medien (Video, Fotografie, Zeichnung), aber auch textile Werke und räumliche Installationen transportieren ihre Erfahrungs- und Assoziationsprozesse in den Ausstellungsraum. Die Stimmperformances werden sowohl rein akustisch (unverstärkt) als auch in Verbindung mit Elektronik, ortsabhängig von architektonisch bedingten Resonanzen, wie Nachhall und Echo aufgeführt.

Neben ihrem Studium des Textildesigns in Amsterdam und des „Artistic Research“ in Den Haag (bis 2013) lernte Janneke van der Putten den nordindischen Gesang „Dhrupad“ bei Amelia Cuni and Marianne Svašek in Berlin and Rotterdam (2009-14). Die erlernte Technik ist seitdem essentiell für ihr Verständnis von der Stimme als physische Erfahrung und weniger als Medium für Sprache oder gar Gesang.

Website der Künstlerin:
www.jannekevanderputten.nl
Foto: video still,  'Directed to the Sun: the sunclock of Chanquillo' (2015)

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln.

Freitag, 08. September

Offene Ateliers 2017

Vom 8. - 10. September 2017 ist das Quartier am Hafen wieder Teil der Initiative "Offene Ateliers", welches bereits zum 26. Mal vom Kulturwerk des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) Köln e.V. mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Köln und ausstellungsportal.net veranstaltet wird. Ziel ist es, die Bürger mit regional ansässigen Künstlern in Kontakt zu bringen, ihnen Einblick in den künstlerischen Arbeitsalltag zu gewähren und die Möglichkeit zu bieten, mehr über einzelne Kunstwerke und ihre Intention zu erfahren.

Neugierige Besucher können sich nicht nur die individuell eingerichteten Kunstateliere anschauen, sondern auch fertiger und unfertiger Kunst begegnen und in den persönlichen Dialog mit den Künstlern treten. Die rund 40 teilnehmenden Künstler des Quartier am Hafen decken die Sparten Fotografie, Malerei, Tanz, Musik, Bildhauerei, Medienkunst uvm. ab, es lohnt sich also ein Besuch für Jung und Alt.

Offene Ateliers, 8. - 10. September 2017 im Quartier am Hafen, Öffnungszeiten: Fr 17-21 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 14-18 Uhr.

 

 

Samstag, 09. September

Residency Präsentation - Evamaria Schaller & Simohammed Fettaka

DOZE
von Evamaria Schaller und Simohammed Fettaka

Samstag, 9. September, 18 Uhr
in Atelier 2.75 (3. Etage)

(Offene Ateliers 14.00 – 18.00 Uhr)

Der Film DOZE ist entstanden durch die Kooperation der Stipendiaten Evamaria Schaller aus Köln und Simohammed Fettaka aus Marrakech, das im Rahmen der ersten Phase des Residency Austauschs in Morokko im Mai 2017 und der aktuellen zweiten Phase in Köln entwickelt wurde.

"As in Marokko also in Germany the road and landscape becomes a train of thoughts and represents our way of process orientated art creation."

Evamaria Schaller kommt aus Österreich und lebt in Köln. Ihre Arbeiten, die performative, filmische und installative Aspekte aufweisen, sind meist ortsspezifisch. Tägliche Aktionen aber auch Absurditäten, Transformation und Dekontextualisierung von Material und Gegenständen stehen hierbei im Vordergrund. Schaller versteht ihren Körper als Maßeinheit und entwickelt so zeitbasierte Skulpturen. Die Künstlerin ist eine der Gründungsmitglieder des Performance Art Network PAErsche. Sie arbeitet oft innerhalb künstlerischer Prozesse, die auf Kollaboration basieren.

Simohammed Fettaka aus Tanger, Marokko, arbeitet interdisziplinär. Er studierte Philosophie und "Signal Processing" in Marokko. Es folgte eine Ausbildung als Filmemacher La Femis, Paris.
Er gründete das jährliche Film Festival "Cinema Nachia“ in Tanger. Ausgehend von dem Medium Film arbeitet Fettaka mit Fotografie und Collage und erweitert so auch Installationen, Sound und Performance. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Reflexion das Bild und seine Repräsentation.

QQ - Residency Exchange Programme

Das Programm bringt Künstler aus Marokko und aus Köln in zwei Phasen von jeweils fünf Wochen in einem bilateralen Austausch zusammen. Das Programm richtet sich an Künstler mit dem Interesse und Wunsch nach Interdisziplinärem Arbeiten, interkulturellem Dialog, kollektiver Recherche, Zusammenarbeit und der gemeinsamen Reflexion innerhalb verschiedener gesellschaftlicher, struktureller und kultureller Kontexte.

credits: DOZE, Still, Marrakech – Cologne, QQ Residency Exchange 2017, Photo: Simoehammed Fettaka, Film: Evamaria Schaller

Gefördert von das Kulturamt der Stadt Köln